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Modul BA 4 – Reflektiertes künstlerisches Experimentieren II

Die Rolle kreativer bildnerischer Tätigkeit im Spannungsfeld von Kunst und Therapie
[Amstad/Koethen]  

Modul SoPäd BA 4.1 / ÄBuG Modul ÄP
BA SoPäd, ÄBuG

Seminar (2 SWS) / (3 LP)

Kompaktseminar im Januar 2018, z. T. mit der Gastwissenschaftlerin Sabine Amstad (Schwerpunkt „Drucken“)
Termine: 11.01. (16:00-20:00), 12.01., 13.01., 14.01. (jeweils von 10:00-18:00)
Raum: 1610-008

In einem intensiven künstlerischen Prozess werden die Studierenden dazu herausgefordert, ihre alltägliche Umwelt mit mehreren Sinnen zu erforschen und üblicherweise übergangene sicht- wie tastbare Phänomene bildnerisch festzuhalten. Methodische Anregungen dienen dazu, die eigene Beobachtungsgabe zu schulen, Vorstellungsbilder achtsam wahrzunehmen, Bilderfindungen zu entwickeln und den allgemeinen Bildschatz zu erweitern. Von spontanen Aufzeichnungen und freier Spurenlegung bis hin zum Bewältigen von Grossformaten erarbeiten sich die Studierenden kreative Wege und vielfältige Zugänge zur Bildgestaltung. Dabei verwenden sie bevorzugt elementare Mittel und Werkzeuge sowie selbst mitgebrachte Materialien.

Unterstützt wird der bildnerische Gestaltungsprozess durch das experimentelle und spielerische Einsetzen von Spur, Farbe und Druckverfahren, in denen Zufälle als Anstöße zu neuen Wegen zu begreifen sind. Zugleich begünstigt das serielle Drucken Weiterentwicklungen in mehreren Versuchen und Varianten, die sich aneinander vergleichen lassen und das Nachvollziehen qualitativer Beurteilungen in gemeinsamen Besprechungen erleichtern. Die Herausforderungen des Handwerks in einer Ganzheitlichkeit des Prozesses mit seinen Arbeitsschritten von der Gestaltung des Druckstocks bis zum Einfärben, Drucken und Weiterbearbeiten der Druckblätter erfordern in einem Zuge Konzentration und vermitteln jenes Maß an Struktur und Halt, das ein ergebnisoffenes Arbeiten benötigt.

Ein solches Vorgehen in seinen Berührungspunkten und Differenzen zu psychotherapeutischen Maßnahmen zu erörtern, wird einen wichtigen Stellenwert im Diskurs mit den Studierenden einnehmen.