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Modul BA 4 – Reflektiertes künstlerisches Experimentieren II

Inszenierungen des Selbst und Konstruktion von Identität(en) – Ambivalenzen an der Nahtstelle zwischen Individuum und Gesellschaft
[Improda]

Modul SoPäd BA 4.2 / Modul BW KM 3.1 / Modul BW KM 3.2 / ÄBuG Modul ÄPro
BA SoPäd, MA BW, ÄBuG
Seminar (4 SWS) / (6 LP)

Do, wöchentl., 12:00-16:00; erster Termin: 12.04.2018
Raum: 1610-008

Identitätsbildung als subjektiver Konstruktionsprozess sieht sich einerseits mit den Herausforderungen einer pluralistischen Gesellschaft konfrontiert, in welcher andererseits eine Steigerungslogik und ein überzogenes Individualparadigma dominierend wirksam sind. „Die Arbeit an der eigenen Identität wird zu einem unabschließbaren Projekt und erfordert permanente Passungsarbeit“, so Heiner Keupp. Denn „(f)ertige soziale Schnittmuster für die alltägliche Lebensführung verlieren ihren Gebrauchswert“. Identität wird somit zu einem kontinuierlichen Prozess der Verwandlung und Transformation, in welchem sowohl Ansprüche des Eigenen und wie des Anderen zum Zuge kommen. Dabei ist das Spannungsverhältnis von Fremd- und Selbstbestimmung keineswegs in frontaler Gegenüberstellung auszumachen sondern durch Internalisierung von Erwartungs- und Werthaltungen (z.B. Flexibilität oder Kreativität) weitaus subtiler miteinander verschränkt. Dies betrifft schließlich auch das soziale Spannungsfeld von Exklusions- und Inklusionsprozessen mit Fragen nach gesellschaftlicher Teilhabe.

Im künstlerisch-experimentellen Handeln mit verschiedenen Medien und medialen Wechseln untersuchen wir, welche Rolle unterschiedliche Formen medialer Selbstinszenierung von Individuen, Gruppen und Organisationen für den Prozess der Identitätsbildung spielen und welche Handlungsalternativen und Gestaltungsspielräume sich durch die Qualitäten künstlerisch-gestalterischer Reflexion von Ambivalenzen der Konstruktion von Identitäten und Selbstdarstellungen im persönlich-gesellschaftlichen Spannungsfeld eröffnen lassen.