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Modul MA 1 – Künstlerische Praxis zwischen Kunst / Vermittlung / Wissenschaft

Das zeitgenössische Problem der Identität und die Fragen nach künstlerischem Response
[Koethen]  

Modul SoPäd MA 1.2 / Modul BW KM 3.1 / Modul BW KM 3.2 / ÄBuG Modul ÄPro
MEd Lehramt SoPäd, MA BW, ÄBuG

Seminar mit Theorie-Praxis-Verknüpfung (4 SWS) / (6 LP)

Do, wöchentli., 12:00-16:00; erster Termin: 12.04.2018
Raum: 1610-110

Die Leibniz Universität setzt sich unter dem Stichwort der Profilbildung das übergeordnete Ziel, eine Identität als große Universität zu schaffen (Entwicklungsplanung 2018 der Leibniz Universität Hannover). Aus ganz anderer Perspektive fragt das diesjährige Philosophiefestival in Hannover nach den Wandlungen des „Ichs“ in der Philosophie (20.-24. Juni 2018; siehe Programm 2018). Wiederum anders stellt sich der Bezug zu meinem im Jahr 2000 abgehaltenen Seminar „Die alltägliche Zersplitterung – ein neues Frauenproblem?“ (mit der Soziologin Dietlinde Gispser; siehe hier) dar, welches auf das damals aufkommende Problem der „multiplen Persönlichkeit“ einging und gerade dadurch Identitätsfragen aufwarf.

Dieses Spektrum teilweise aufgreifend, werden wir uns dem Thema in der Spannbreite von leiblicher bis hin zu digitaler Identität in Theorie und Praxis nähern. Aktuelle und ausgewählte ältere Texte sowie Beispiele aus der Kunst bieten vielfältige Anknüpfungspunkte zur Reflexion und zeigen Ansätze zu eigener künstlerischer Gestaltung auf. Indem wir individuelle, gesellschaftliche und kulturelle Problematiken ansprechen, rücken unterschiedliche, auch kontroverse Sichtweisen in den Fokus. Aus unseren Text- und Bildanalysen lassen sich sowohl ein kritisches Bewusstsein für das In-Frage-Stehende sowie Inspirationen zur jeweils konkreten Gestaltungsarbeit der Studierenden gewinnen.

Die Veranstaltung dient insbesondere der Vorbereitung der künstlerisch-wissenschaftlichen Präsentation. Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.
 

Reflexionen im Spannungsfeld von Konzept und Materialität
[Schrader]  

Modul SoPäda MA 1.2 / Modul BW PF 2.5 / Modul BW KM 3.1. / Modul BW KM 3.2 / ÄBuG Modul ÄPro / ÄBuG Modul Wahlpflicht
MEd Lehramt SoPäd, MA BW, ÄBuG, Studienschwerpunkt Gender Studies

Seminar mit Theorie-Praxis-Verknüpfung (4 SWS) / (6 LP); max. Teilnehmer/innen: 12

Do, wöchentl., 16:00-20:00; erster Termin: 12.04.2018
Raum: 1610-008 / 1610-110

In diesem Seminar werden ausgesuchte, unter Einbezug technischer Medien gearbeitete Werkbeispiele von Künstlerinnen vor dem Hintergrund des Performanzansatzes feministischer Theorie (Butler) und dem Ansatz des Agentiellen Realismus aus den feminist science and technologie studies (Barad) reflektiert. Die genannten Theorien fassen das Spannungsfeld von Modell oder Konzept und Materialität bzw. Materialisierungen mit unterschiedlichen Fokussierungen. Vor diesem Hintergrund werden die Werkbeispiele auch in Hinblick auf die ihnen eigenen Formen der Reflexion betrachtet. Die Künstlerinnen diskursivieren in ihren Werken technische Medien als kulturelle Artefakte, d. h. sie fragen mit oder in ihnen gerade nach impliziten Modellen, Anschauungsweisen und Denkschemata – nach Normierungen, nach in aktuellen naturwissenschaftlichen und technischen Entwicklungen enthaltenen oder vorausgesetzten Konzepten von Subjekten und von Identität und von Funktionalität.

Parallel sollen eigene gestalterische Experimente erprobt oder erarbeitet werden. In künstlerisch-wissenschaftlichen Projekten sind so eigene Fragestellungen oder Fokussierungen innerhalb des Themenfeldes zu erkunden (bildnerisch, gestalterisch oder auch sprachlich, als Text).

Diese Veranstaltung ist Teil des Studienschwerpunktes Gender Studies, siehe: https://www.gender-diversity-forschung.uni-hannover.de/2126.html