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Veranstaltungen am IGK

Kunstwissenschaftliche Vorträge am IGK

Thorsten Schirmer

Konkretion und Abstraktion in der songzeitlichen Landschaftsmalerei Chinas am Beispiel der „Bergvilla-Rolle“ von Li Gonglin

27.01.16 - Vortrag von Prof. Thorsten Schirmer (West-Anhui Universität)

Der Vortrag greift das Thema „Begegnung zwischen Kunst, Philosophie und Wissenschaft“ der 2014 am Institut für Kunstwissenschaft und Gestaltungspraxis durchgeführten internationalen Tagung auf. Anknüpfend an einen Beitrag Thorsten Schirmers während dieser Tagung soll im Geiste der Novissima Sinica von Leibniz der Blick auf den chinesischen Kulturkreis gerichtet werden. Li Gonglin (ca. 1049-1106) gehört zu den bedeutendsten Malern der chinesischen Kunstgeschichte und ist ein für den ganzen ostasiatischen Raum stilbildender Meister. Der Vortrag stellt eines seiner Hauptwerke vor. Da sich das Bild als eines der ganz wenigen, frühen Werke der chinesischen Malerei auf eine konkrete Landschaft bezieht, hat Thorsten Schirmer an diesem Beispiel die Haltung dieses Malers zu den Prinzipien der Konkretion und Abstraktion untersucht und im Rahmen einer Forschungsarbeit mit der realen Landschaft vor Ort abgeglichen. Der Vortrag stellt die Ergebnisse erstmals öffentlich vor. Ergänzend zu der Vortragsveranstaltung stellt Thorsten Schirmer im Institut einen Bilderzyklus mit eigenen Variationen zu einem Thema von Li Gonglin aus.

 

27.01.2016, 17:00 Uhr

IGK - KÖ14 // Saal
Königswortherstr. 14
30167 Hannover

 


 

 

Kunstwissenschaftliche Vorträge am IGK

Die Treppe als vierte Dimension. Überlegungen zur Kunst der Diagonalen am Leitfaden von Gottfried Wilhelm Leibniz

08.01.2016 - Vortrag von Prof. Dr. Antje Kapust

Treppen gelten - auch wenn sie über eine bemerkenswerte Ästhetik verfügen - zumeist als reine Nutz- und Funktionsobjekte, die zudem ihr ehemaliges Sozialprestige eingebüßt haben. Umso bemerkenswerter ist der Sachverhalt, wenn eine unverhoffte Ansicht plötzlich ganze Kultur- und Kunstgeschichten "auswickelt". Ein solches (pathisches) Ereignis hat sich am Beispiel der Treppe aus der dreiteiligen Installation "Agora/Arena" des Konzept- und Lichtkünstlers Mischa Kuball, die 2013 auf dem Internationalen Festival der Künste "Ruhrtriennale" zu sehen war, zugetragen. Wie aus einem vollkommen unscheinbaren und extrem minimalistischen Objekt plötzlich eine immense Anzahl vollkommen unerwarteter Dimensionen, Bezüge, Relevanzen und Sachverhalte auftauchen kann, ließe sich mit einem methodischen Rekurs auf die Philosophie des deutschen Aufklärungsphilosophen Gottfried Wilhelm Leibniz erklären. Seine Monadentheorie und Wahrnehmungslehre ist von späteren Philosophen aufgegriffen und zugunsten einer Theorie der Falte bzw. des "Ausfaltens" modifiziert worden. Ein solcher Prozess hat im vorliegenden Fall die beinahe unendliche "Ausfaltung" impliziter Aspekte eines einzigen und einheitlichen "Objektes" ermöglicht - der Treppe. Was dabei zum Vorschein kam, war nicht nur voller Überraschungen, sondern von höchster Dichtigkeit, und zwar speziell

- in den Bereichen der Konstitution von Einheit und Vielheit unter medialer Analyse,

- der Symptomatik und Praktiken von Körperlichkeit in Relation zu Kulturtechniken,

- der szenisch-neurologischen Transformation der Besucher während des Aufenthaltes im zugehörigen Lichtraum der Treppe

- sowie in der epistemisch-philosophischen Ausdeutung der Diagonale als vierter Dimension und als Form der Subjektivierung von Menschen.

 

08.01.2016, 16:00 Uhr

IGK - KÖ14 // Saal
Königswortherstr. 14
30167 Hannover

 


 

 

Kunstwissenschaftliche Vorträge am IGK

Claes J. Visscher: Die Segelwagen des Prinzen Moritz von Nassau am Strand von Scheveningen (ca. 1610)

"Weite, schwankende Brücke": Das Schiff als Ereignis zwischen Bild und Text

27.11.2015 - Vortrag von Mark Minnes, M.A.

Schiff und Ozean haben schon immer als emblematische Symbole oder allegorische Beispielfiguren herhalten müssen. Diese nicht sehr originellen Vorstellungen des Schiffs können den Blick darauf verstellen, wie frappierend das Ereignis der Seefahrt wirklich ist. Denn es handelt sich hier um eine menschliche Grenzüberschreitung von einem Medium zum anderen, die mal als Spektakel gefeiert, mal unter höchst ambivalenten Vorzeichen betrachtet wurde. Das Schiff steht also in einem ganz realen und unmittelbaren Sinn für ein verbindendes, grenzüberschreitendes Ereignis, das bildende Künstler und Literaten stets auch auf ihre eigene, produktive Arbeit beziehen konnten. Ausgehend vom Spanien des frühen 17. Jahrhunderts erforscht der Vortrag das Schiff als ein überbrückendes Ereignis zwischen Bild und Text.


27.11.2015, 14:30 Uhr

IGK - KÖ14 // Saal
Königswortherstr. 14
30167 Hannover

 


 

 

Künstlerisch-wissenschaftliche Beiträge am IGK

"...das Verlangen nach einem Umgang mit dem Erlittenen, Erfahrenen (kann) nur einer auf Rhythmen, Gestalten, Strukturen hin sein..." (Volkmar Mühleis)

"Regenerative Ästhetik", Vortrag von Volkmar Mühleis (Brüssel); anschließend Konzertperformance von Volkmar Mühleis (Texte, Gesang) und Lutz Boddenberg (Musik) als Elektronik-Duo "mein Bruder Karin"

Wann:

25.10.2017 18:00 Uhr

Wo:

Institut für Gestaltungspraxis und Kunstwissenschaft,
Königsworther Straße 14 30167 Hannover,
Saal 1. OG (Raum 110)
 

"dunkel" - die Künstleredition auf Vinyl ist aus einer Zusammenarbeit von mein Bruder Karin und dem Fotografen Geert Goiris hervorgegangen und 2016 bei Art Paper Editions in Gent erschienen

"Das Innere der LP ist von ihrem Äußeren nicht zu trennen – und beides kann sich gegeneinander vertauschen, wenn die Schallplatte einmal aus der Hülle genommen ist, aufgelegt wird und ihre Musik im Raum erklingt, ihre eigene Atmosphäre schafft und kein ‚Außen‛ mehr davon unberührt bleibt."

Künstlerisch-wissenschaftliche Beiträge am IGK

Gertrud Schrader, Orientierungen I, 2006
Leuchtobjekt mit Zeichnungen, beweglichen Ausdrucken visualisierter Daten und Audio

Bildgebende Verfahren – reflektiert in Wissenschaft und Kunst

03.12.2015 - Hannah Fitsch, Soziologin und Gertrud Schrader, Bildende Künstlerin

Körper-Daten kreieren Daten-Körper. Mittels visualisierter Daten werden Sichtbarkeiten des unsichtbaren Inneren des menschlichen Körpers erzeugt, die längst nicht mehr an Referenten gebunden sind, wie noch das Röntgenbild. Visualisierungen von Daten werden mit Hilfe von Software erstellt. Hannah Fitsch untersucht das Phänomen der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) in Hinblick auf Sicht- und Sagbarkeiten. Sie reflektiert diesem Phänomen zu Grunde liegende visuelle Logiken, Vorannahmen und Standardisierungsweisen und zeigt einen eigenen Videofilm der im Kontext der Reflexionen ihrer Arbeit steht. Gertrud Schrader thematisiert visuelle Daten aus dem Körperinneren mit künstlerischen Verfahren und wird eine Videodokumentation ihres Werkes Orientierungen I und II, 2006, zwei Leuchtobjekte mit Zeichnungen, beweglichen Ausdrucken visualisierter Daten und einer Audioebene präsentieren.

 

03.12.2015, 18:00 s.t.

IGK - KÖ14 // Saal
Königswortherstr. 14
30167 Hannover

 


 

 

Veranstaltungsreihe "Vielfalt im Dialog erleben" zu Gast im IGK

25. Mai 2016 - Vortrag von Agnes Bube: Nah am Werk – Kunstvermittlung im Kontext von Diversität und Heterogenität

Kunstwerke sind vielfältig und heterogen; ihre Mehrdeutigkeit lässt verschiedene gleichberechtigte Sichtweisen nebeneinander bestehen. Auf besondere Weise bietet uns die Kunst so die Möglichkeit, den Umgang mit Differenz, Perspektivität und Perspektivwechseln einzuüben.

Demgemäß ist es das Anliegen des wahrnehmungsorientierten Kunstvermittlungskonzepts "Nah am Werk", eigene und fremde Perspektiven in unvoreingenommenen Austausch zu-, mit- und nebeneinander zu bringen. Die Auseinandersetzung vor Originalen in der Gruppe lebt dabei gerade vom vielfältigen Dialog und den unterschiedlichen Rezeptionsweisen.

Die Veranstaltung gibt Einblicke in das seit 2008 von der Referentin entwickelte Lehr-Forschungs-Konzept "Nah am Werk" sowie -exemplarisch- in die Mehrdimensionalität ausgewählter Kunstwerke und bietet die Gelegenheit zur gemeinsamen Diskussion.

Agnes Bube ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Gestaltungspraxis und Kunstwissenschaft der Philosophischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover.

Moderation: Thomas Bertram (Gasthörenden- und Seniorenstudium, LUH) und Dr. des. Karolina Kempa (Kooperationsstelle Hochschulen & Gewerkschaften, LUH)

Flyer & Plakat

25.05.2016, 18:15 - 19:45 Uhr

IGK - KÖ14 // Saal
Institut für Gestaltungspraxis und Kunstwissenschaft
Königswortherstr. 14
30167 Hannover
Gebäude 1610, Raum 110

Die Veranstaltungsreihe wird durchgeführt von: Zentrum für Lehrerbildung; Kooperationsstelle Hochschulen & Gewerkschaften; Zentrale Einrichtung für Weiterbildung - Gasthörenden- und Seniorenstudium; uni plus - Professionalisierung, Lehrerfortbildung und Schulentwicklung; Arbeitsstelle Diversität, Migration, Bildung; in Kooperation mit: Hannoversches Diversity-Netzwerk (HaDi) – Initiative der Ada-und-Theodor-Lessing-Volkshochschule (VHS) Hannover in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk ALBuM.

Diversität und Inklusion

Vortragsankündigung

Prof. Dr. Dagmar v. Hoff (Johannes Gutenberg-Universität Mainz):

Exil, Diversität und Inklusion.
Die Künstlerinnen Eva Hesse (1936-1970) und Gego (1912-1994)

Do. 30.1.2014 12.00 c.t. Ort: Königsworther Str. 14, 1. OG, Raum 1610.110

 

Zum Abschluss des laufenden Seminars „Inklusion und Diversität…“ und im Vorausblick
auf das SoSe 2014 mit dem Thema „Abstraktion – Konkretion“ stellt die Literatur- und Medien-wissenschaftlerin Dagmar v. Hoff zwei internationale Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts vor.
Auf je eigene Art und Weise teilten sie Erfahrungen des Exils und entwickelten neue Formen künstlerischer Abstraktion. Ihre Werke sind zurzeit in einer gemeinsamen Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle zu sehen und bieten interessante Berührungspunkte zu unseren beiden Seminarthemen.

Nach dem halbstündigen Vortrag gibt es Gelegenheit zur Diskussion. Die Veranstaltung versteht sich auch als Beitrag des Faches Kunst/Kunstwissenschaft zum Bereich „Diversität und Inklusion“ (Qualitätsoffensive Lehrerbildung).

Neue Räume

Es sind die Künste, die sich in die traditionellen Gebilde und Strukturen hineintrauen und sie mit neuem Geist verwandeln wollen. Etwas davon kann man nun am Beispiel des Instituts für Gestaltungspraxis und Kunstwissenschaft besichtigen. Als die Universität dem randständigen Institut anbot, aus seinen Räumen in der Bismarckstraße in ein ehemaliges Pumpwerk zu ziehen, war man sich bald einig. Das denkmalgeschützte Gebäude, das einst ein Künstleratelier beherbergte und dann jahrzehntelang Heimat der stadtbekannten Tanzschule Brakel wurde, liegt zentral und nahe am Unicampus.

Der ersten Begeisterung folgten allerdings eineinhalb Jahre diffiziler Planungen, Einschränkungen und Umbauten. Nicht nur für die Raumfragen galt es kreative Lösungen zu finden, vielmehr brachte das ganze Unterfangen bei laufendem Studienbetrieb die geringe personelle Kapazität des Instituts an ihre organisatorischen Grenzen. All das ist mit großzügiger Hilfe zu guter Letzt bewältigt worden.

Für die künstlerische Praxis erhielt das Institut zwar eine deutlich verkleinerte, doch ebenso vielfältig ausgestattete Werkstatt (mixed media), die die Gestaltungsexperimente der Studierenden in einer Räumlichkeit konzentriert. In gleicher Weise dient der ehemalige Tanzsaal mit Bühne als anregender Ort für der kunstwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen in Wechselwirkung mit inszenatorischer Praxis und Ausstellungsprojekten. Zudem stehen dem Institut nun zentrale ansprechende Räume zur Verfügung, um die langjährigen internationalen Kooperationsbeziehungen zu pflegen.

Dank der neuen Räume, die auch ein publikumstaugliches Forum darstellen, dürfte in Zukunft eine bessere Vernetzung sowohl innerhalb der Universität als auch im Dialog mit Stadt und Region gelingen. Entsprechend ist auch an eine Mitnutzung des Saals durch andere universitäre Einrichtungen gedacht, im Besonderen für kulturelle Abendveranstaltungen. Zu einem Sichtbarwerden der Arbeit am IGK trägt ebenso die kleine Außenstelle im Hof der Brühl’schen Villa bei, der die programmatische Bezeichnung look & think verliehen wurde. Hier war vom 19.10. - 11.11.2012 bereits die Ausstellung WEIHS+WEISS zu sehen.

Zur Einweihung am 31.10.2012 hielten der bekannte Schweizer Bildungsforscher Professor Dr. Jürgen Oelkers (Zürich) und der international renommierte Philosoph Prof. Dr. [em.] Dr. h.c. Bernhard Waldenfels (Bochum/München) kurze Gastvorträge, um aus der Sicht ihrer jeweiligen Fachrichtungen das Verhältnis zur Kunst und ihrer Wissenschaft zu erläutern.