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Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2018

Ästhetische Lern- und Bildungsprozesse von Kindern und Jugendlichen im Kontext inklusionsorientierter Kunstdidaktik
[Improda]  

Modul SoPäd BA 3.2 / ÄBuG Modul Wahlpflicht
BA SoPäd, ÄBuG
Seminar (2 SWS) / (3 LP)

Di, wöchentl. 16:00-18:00; erster Termin: 10.04.2018
Raum: 1610-008

Die Veranstaltung befasst sich mit ästhetischen Lern- und Bildungsprozessen in verschiedenen Lebensphasen und Kontexten, mit der bildnerischen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen am Beispiel der Kinder- und Jugendzeichnung, des plastischen Gestaltens, des ästhetischen Verhaltens im kindlichen Spiel, der kindlichen Rezeptionsfähigkeit sowie jugendkultureller Ausdrucksformen. Diesbezüglich sind auch die Strukturmomente ästhetischer Erfahrung sowie Anknüpfungen an Phänomene der (Gegenwarts-)Kunst und Analogien zu künstlerischen Strategien herauszustellen und zu reflektieren.

Unter kritischer Berücksichtigung entwicklungs- und wahrnehmungspsychologischer Erkenntnisse der bildnerischen Entwicklungsphasen sowie der besonderen Wahrnehmungs-, Ausdrucks- und Darstellungsweisen von Kindern und Jugendlichen werden fachspezifische Konsequenzen hinsichtlich einer inklusionsorientierten Kunstdidaktik diskutiert. Hieran schließen sich Fragen nach dem Beitrag des Faches zur Persönlichkeitsentwicklung ebenso an wie nach der Relevanz bildender Kunst und bildnerisch-gestalterischer Tätigkeit für den Erwerb von Bild- und Gestaltungskompetenz. Eine entsprechende thematische Vertiefung erfolgt in Absprache mit den Seminarteilnehmer/innen.

Literatur wird im Seminar und über Stud.IP bekannt gegeben.
 

Inszenierungen des Selbst und Konstruktion von Identität(en) – Ambivalenzen an der Nahtstelle zwischen Individuum und Gesellschaft
[Improda]

Modul SoPäd BA 4.2 / Modul BW KM 3.1 / Modul BW KM 3.2 / ÄBuG Modul ÄPro
BA SoPäd, MA BW, ÄBuG
Seminar (4 SWS) / (6 LP)

Do, wöchentl., 12:00-16:00; erster Termin: 12.04.2018
Raum: 1610-008

Identitätsbildung als subjektiver Konstruktionsprozess sieht sich einerseits mit den Herausforderungen einer pluralistischen Gesellschaft konfrontiert, in welcher andererseits eine Steigerungslogik und ein überzogenes Individualparadigma dominierend wirksam sind. „Die Arbeit an der eigenen Identität wird zu einem unabschließbaren Projekt und erfordert permanente Passungsarbeit“, so Heiner Keupp. Denn „(f)ertige soziale Schnittmuster für die alltägliche Lebensführung verlieren ihren Gebrauchswert“. Identität wird somit zu einem kontinuierlichen Prozess der Verwandlung und Transformation, in welchem sowohl Ansprüche des Eigenen und wie des Anderen zum Zuge kommen. Dabei ist das Spannungsverhältnis von Fremd- und Selbstbestimmung keineswegs in frontaler Gegenüberstellung auszumachen sondern durch Internalisierung von Erwartungs- und Werthaltungen (z.B. Flexibilität oder Kreativität) weitaus subtiler miteinander verschränkt. Dies betrifft schließlich auch das soziale Spannungsfeld von Exklusions- und Inklusionsprozessen mit Fragen nach gesellschaftlicher Teilhabe.

Im künstlerisch-experimentellen Handeln mit verschiedenen Medien und medialen Wechseln untersuchen wir, welche Rolle unterschiedliche Formen medialer Selbstinszenierung von Individuen, Gruppen und Organisationen für den Prozess der Identitätsbildung spielen und welche Handlungsalternativen und Gestaltungsspielräume sich durch die Qualitäten künstlerisch-gestalterischer Reflexion von Ambivalenzen der Konstruktion von Identitäten und Selbstdarstellungen im persönlich-gesellschaftlichen Spannungsfeld eröffnen lassen.

Standortbestimmungen zur künstlerisch-wissenschaftlichen Perspektive im kunstpädagogischen Kontext (Lektüreseminar)
[Improda]

Seminar (2 SWS) / (3 LP) - modulübergreifend
Di, wöchentli., 12:00-14:00; erster Termin: 10.04.2018
(Kompakttermine nach gemeinsamer Absprache möglich!)
Raum: 1610-008

In diesem Lektüreseminar werden wir uns unter Berücksichtigung ausgewählter bezugswissenschaftlicher Literatur mit der institutsspezifischen künstlerisch-wissenschaftlichen Perspektive im kunstpädagogischen Kontext auseinandersetzen und diese im Spannungsverhältnis zu aktuellen Ansätzen im kunstpädagogischen Diskurs (z.B. Ästhetische Forschung, Künstlerische Bildung, Bildorientierung) reflektieren und diskutieren. In diesem Zusammenhang werden gleichermaßen die unterschiedlich gewichteten konzeptionellen Bezüge zu Kunst und Wissenschaft sowie das Verhältnis von Theorie und Praxis angesprochen und fachspezifische Formen der Theorienbildung erprobt.

Literatur wird im Seminar gemeinsam erarbeitet. Die Veranstaltung kann nach Rücksprache im Modul Ästhetische Didaktik angerechnet werden.
 

Projekt – Didaktische Praxis II (Fortsetzung)
[Improda]  

Modul MA 3.4
MEd Lehramt SoPäd

Seminar (2 SWS) / (5 LP)

Mi, wöchentl. 10:00-12:00; erster Termin: 11.04.2018
Raum: 1610-008

Vor welchen Herausforderungen stehen Praxis und Konzept eines inklusiven (Kunst-)Unterrichts? Wie lässt sich die Heterogenität einer Lerngruppe bei der Planung und Durchführung, in der Konzeption von Methoden, Materialien und Medien angemessen berücksichtigen, so dass Lernprozesse zwar individualisiert und doch gemeinsam stattfinden können? Welche Potentiale eröffnet hierbei eine ästhetisch-künstlerische Perspektive?

Im Rahmen des zwei-semestrigen Seminarprojekts Didaktische Praxis I/II, in welchem Hospitationen und unterrichtspraktische Erprobungen theoretisch flankierend begleitet und ausgewertet werden sollen, wollen wir diesen Fragen nachgehen. Vor der Folie von Diversität stehen dabei informelle und formelle Lernprozesse sowie konkrete Unterrichtssituationen, der Umgang mit Heterogenität in Lerngruppen sowie die Formen und Verfahren der inneren Differenzierung und Individualisierung im Fokus. Dabei erfolgt die reflexive Auseinandersetzung mit den Bedingungen der fachspezifischen Lehr-/Lernprozessen sowie der strukturellen Dimension von Kunstunterricht im Zusammenhang mit Verfahren der Analyse von Unterrichts- und Vermittlungsinteraktionen sowie ästhetischer Erfahrungs- und Bildungsprozesse.

Für den zweiten Projektteil sind darauf aufbauend die Entwicklung didaktisch-methodischer Verfahren und Materialien, der Entwurf geeigneter ästhetischer Lernumgebungen und die begründete Planung, Durchführungen und kritische Reflexion von Unterrichts- und Vermittlungssequenzen im Kunstunterricht vorgesehen.

Bemerkung: Terminabsprachen und von der regulären Seminarzeit abweichende Temine für Schul-/Unterrichtsbesuche erfolgen gemeinsam im Seminar.
 

Projektsprechstunde: Ästhetische Didaktik in Theorie und Praxis
[Improda]

Modul MA 3
MEd Lehramt SoPäd
Projekt/Kolloquium (1 SWS)

Mi, wöchentlich 9:00-10:00
Projektbezogen sind nach Rücksprache Kompakttermine möglich
Raum: 1610-008

Die Projektsprechstunde dient der Begleitung von Studierenden im Projekt Didaktische Praxis I/II und bietet allen Studierenden, die im Rahmen der Ästhetischen Didaktik an Studien- und Prüfungsleistungen arbeiten die Möglichkeit einer projektbezogenen Beratung als auch die Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch und zur Diskussion der Projekte in allen Phasen des Arbeitsprozesses (Vorbereitung – Planung – Durchführung – Reflexion).

Die Projektsprechstunde richtet sich aufgrund zunehmender Nachfrage außerdem an Studierende mit dem Zweitfach Kunst, die im Rahmen des Fachpraktikums eine fachspezifische Beratung hinsichtlich des Faches Kunst oder im Rahmen der Ästhetischen Bildung suchen.

Literatur wird projektspezifisch bekannt gegeben.