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MASKEN / MASKENHAFT

Was zeigt sich im Verborgenen

Studierendenarbeiten in der Ausstellung MASKEN/MASKENHAFT

 

Einführungstext zur Ausstellung

 

MASKEN / MASKENHAFT
Was zeigt sich im Verborgenen

Masken spielen seit jeher eine wichtige Rolle im Leben der Menschen. Ob sie Schönheit hervorheben, dem Schutz dienen, sozialen Status unterstreichen oder einer Person erlauben sich zu verstellen oder gar zu verwandeln: Masken sind überall auf der Welt anzufinden. Genauso vielfältig wie ihre Formen und Funktionen sind auch die Materialien aus denen sie hergestellt werden. Während die älteste bekannte Maske – eine im Nahen Osten gefundene steinerne Totenmaske aus dem präkeramischen Neolithikum (9500-6500 v. Chr.) – lediglich das Gesicht eines Verstorbenen bedeckte, wurde die in Plastik neu aufgelegte Guy-Fawkes-Maske bei den jüngsten Occupy- Protesten gerne mit schwarzem Ganzkörperkostüm getragen.

Vor dem Hintergrund dieser Vielfalt verwundert es nicht, dass der Ursprung des Wortes „Maske“ nur schwer zu fassen ist. Während das Wort im Allgemeinen von dem arabischen Verb „maskhara“ (رخَْس) bzw. „zu spotten“ abgeleitet wird, bringen es andere Sprachwissenschaftler auch gerne mit dem lateinisch-provenzalischen Verb „mascarar“ bzw. „zu schwärzen“ oder dem spanischen Ausdruck „más que la cara“ bzw. „mehr als das Gesicht“ in Verbindung.

Auf der Grundlage des Seminars „Masken“ im Wintersemester 2012/2013, gibt die Ausstellung „MASKEN / MASKENHAFT“ einen pointierten Einblick in die Wechselwirkung zwischen kulturwissenschaftlicher Auseinandersetzung mit Masken unterschiedlicher Kulturkreise und der eigenen künstlerischen Arbeit von Studierenden, die sich auf das komplexe Spiel mit dem Sichtbaren, dem Unsichtbaren bzw. Verdeckten und der Transformation eingelassen haben.

Die Auszüge aus kulturwissenschaftlichen Studienarbeiten mit entsprechendem Anschauungsmaterial gehen dabei exemplarisch zwei zentralen Fragen nach: zum einen wie und wozu verschiedene Arten von Masken in unterschiedlichen Gesellschaften hergestellt und eingesetzt werden, zum anderen in welcher Form Künstlerinnen und Künstler sich mit Masken auseinandergesetzt haben. Wer kontrolliert eine Maske und setzt sie wofür ein? Wie viel zeigt eine Maske oder verdeckt sie? Und was bewirkt eine Maske für wen und für wie lange? Diese und ähnliche Fragen werden auch bildnerisch in Fotografie, Malerei, Skulptur und Video oder literarisch an einer Audiostation thematisiert und reflektiert.