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Geist und Form. Arbeiten von Gabriele Marwede

Geist und Form. Arbeiten von Gabriele Marwede

Ein Studierendenprojekt des Instituts für Gestaltungspraxis und Kunstwissenschaft

17.06.2011 - 30.06.2011, Mi-Fr 16-19 Uhr, Sa 14-18 Uhr, So 11-18 Uhr
Kapelle St. Joseph, Isernhagener Str. 64, 30163 Hannover (List)

Stadtbahn Linien 1, 2  Haltestelle Dragonerstraße
Bus 121 ab Hauptbahnhof  Haltestelle Lister Kirchweg

Vernissage
16.06.2011 um 19 Uhr

Mit Skulpturen und Zeichnungen der Bildhauerin Gabriele Marwede findet vom 17.6. bis 30.6.2011 die erste Kunstausstellung in der neuen Kapelle St. Joseph in der List statt. Gezeigt werden 14 Tage lang Hauptwerke der Künstlerin aus der ersten Hälfte der 1960er Jahre, als Marwede – als einzige Frau ihres Jahrgangs – Stipendiatin der Villa Massimo in Rom war. Die Ausstellung ist ein Studierendenprojekt des Instituts für Gestaltungspraxis und Kunstwissenschaft der Leibniz Universität Hannover und wird unter anderem unterstützt durch das Bischöfliche Generalvikariat des Bistums Hildesheim und das Kunstreferat der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers.

Marwede, ab 1946 in Hannover zur Bildhauerin ausgebildet, lebt und arbeitet in Springe. Ihre bisher nur selten gezeigten Arbeiten bezeugen ein konsequentes Formbewusstsein zwischen Figuration und Abstraktion sowie die kompromisslose Suche der Künstlerin nach ihrem künstlerischen und geistigen Standort in der Aufbruchzeit der frühen 1960er Jahre. Teil der Ausstellung sind auch zwei Kruzifixe, darunter eines aus der Sammlung der Ev.-luth. Landeskirche.

Die Bronzefiguren Marwedes finden in der betont reduzierten Architekturauffassung der neuen Kapelle St. Joseph einen idealen räumlichen Rahmen. Das für viele Hannoveraner noch zu entdeckende architektonische Kleinod in der List (Rüßmann Architekten, Hannover) wurde im November 2010 eingeweiht. Die Konzeption und Vorbereitung der Ausstellung erfolgte während der zweisemestrigen Lehrveranstaltung „Kunst im Kontext von Religion: Wahrnehmung, Reflexion und Vermittlung im kirchlichen Raum“ des Instituts für Gestaltungspraxis und Kunstwissenschaft der Leibniz Universität Hannover. Ein besonders eindringliches Erlebnis für die Studierenden war, neben der eigenen Auseinandersetzung mit den Werken, die persönliche Begegnung mit der Künstlerin. Als Zeitzeugin des künstlerischen Neuaufbruchs nach 1945 wusste diese hochinteressante Fakten zu berichten, von denen auch in der Ausstellung manches zu erfahren sein wird.

Am Donnerstag, 16.06.2011 um 19 Uhr wird die zweiwöchige Ausstellung im Beisein der Künstlerin in der Kapelle St. Joseph eröffnet. Dabei wird auch eine 1961 in Rom entstandene Komposition von Yngve Trede für Gabriele Marwede gespielt (Cembalistin Elena Czekanova, HMTMH).
Alle Interessierten sind herzlich zur Vernissage eingeladen.

Unterstützt wird das Projekt von der Kath. Pfarrgemeinde St. Joseph, vom Bischöflichen Generalvikariat des Bistums Hildesheim, vom Kunstreferat der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, von der Abteilung Weiterbildung (ZEW) der Zentralen Einrichtung Lehre, Studium und Weiterbildung der Leibniz Universität Hannover und vom Förderverein Campus Cultur e.V.

 

Foto: Gabriele Marwede: Hommage à Kafka, 1961, fotografiert auf dem Gelände der Villa Massimo in Rom. Foto aus dem Besitz der Künstlerin.